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In der Zahnklinik

von Dominus.Berlin

Er hört den bedrohlichen Bohrer immer näher kommen

Bei jedem bizarren Rollenspiel geht es um die Manifestation von Macht und Ohnmacht. Ob Vater und Sohn, Lehrer und Schüler, Arzt und Patient - Hintergrund ist immer ein Machtgefälle. Zugegeben, die Meisten erschaudern bei der Dominanz, die durch Leder-Outfits hervorgerufen werden, obwohl die Rolle dahinter nicht so eindeutig klar ist, wie die der zuvor genannten Verhältnissen. Vom Cowboy, über den Motorradfahrer und Polizisten bis zum SS General sieht man Lederbekleidung. In all diesen Rollen habe ich schon gesteckt, um die Möglichkeit zu schaffen, dass mein Klient sich ohnmächtig oder einfach nur klein fühlen kann.

Relativ schnell wurde auch gleich zu Beginn meiner Schaffensperioden der weisse Arztkittel gekauft. Lange Zeit beschränkten sich die „Untersuchungen“ und die drauf folgenden „Behandlungen“ im wesentlichen auf Praktiken, die auch im schwarzen Bereich Anwendung finden können, wenngleich ich dann dummerweise für eine Harnröhrenbehandlung meist weniger Licht habe, als in den Kliniken. Als ich dann vor ein paar Jahren erstmalig mit Zahnarztfantasien konfrontiert wurde, war ich etwas erstaunt, aber solange wie es was Besonderes ist, kann man mich damit begeistern. Es lohnt sich auch nicht die Sorge, dass wenn man einen Profi mit einer für ihn neuen besonderen Fantasien beauftragt die Umsetzung gleich floppen muss, nur weil der Profi da weder Erfahrung hat noch stetig sich auf die Fantasie privat einen von der Palme wedelt. Klar kann die Sitzung mal nicht funktionieren, aber in der Regel ist ein Profi eben deswegen Profi, weil er ein sehr sexueller- und damit auch sensitiver Mensch ist. Spätestens durch deine Erregung wird das Spiel in Gang kommen. Das kann ich für die Meisten meiner Kollegen und Kolleginnen klar sagen.

So war es auch in diesem Fall.

Der Klient Karsten ist mitte vierzig, groß und kräftig, hat ein Bäuchlein, blondgelocktes Haar und ein liebevolles Lachen, dem ich im folgenden sehr nahe kommen werde. Wenn ich mein weisses oder blaues Arztoutfit trage, bin ich wie ein Schauspieler bereits im Umkleideraum in der Rolle. Diese fies-distanzierte Sachlichkeit der Ärzte läuft bei mir richtig gut. Bei den routiniert gestellte Patientenfragen zur Anamnese einfach nur ignorant auf den Notizblock gucken, aber zwischendurch meinen anschwellenden Penis sichtbar für den Patienten etwas „ankneten“ - sowas macht mich ja an. Im Studio LUX gibt es zwar keine Zahlarztpraxis, aberder antike Gynstuhl im Stahtraum eigent sich agnz hervorragend für diese Spiele.
Karsten liegt dort immer wie angewurzelt und krallt sich in die Armstützen, wenn ich seinen Körper herunterfahre und sein Kopf dann irgendwann weit unter mir liegt.

Wenn ich etwas vorbereite beuge ich mich immer über ihn und gönne ihm somit einen Blick auf mein Brusthaar, das leicht aus dem weissen Arzthemd hervorlugt. Auch prickelt es, wenn der distanzierte Arzt leicht duftet. Am besten eine Mischung aus Parfüm und Eigengeruch - das ist intim, was im Kontrast zum abgehobenen Herrn Doktor steht. Das ist es: die Mischung aus Nähe und Sterilität.

Bei Karsten liegt der Hauptreiz in den Latexhandschuhen wie diese seinen Rachenraum untersuchen. Als ich das das erste Mal bei ihm gemacht habe, lies es mich ich kalt. Erst als ich gesehen habe, wie sein schöner weisser Schwanz hierbei wundervoll groß wurde, erregte mich eben „seine Erregung“. Nach so vielen Treffen mit ihm klopft es bei mir bereits, wenn ich die Handschuhe überziehe, daher mach ich das immer ganz langsam, wenn er da so vor mir liegt. So kann Erregung übertragen werden.

Er wird noch geiler, weil ich einen Mundspreizer bis aufs Maximum eingespannt habe und mit den spitzen Instrumenten in diesem empfindlichen Kopfbereich namens Mund rumhantiere. Ich schalte den Bohrer immer schon ein, wenn ich mich seinem Mund nähere, somit hört er den bedrohlichen Bohrer immer näher kommen.

Einer der wesentlichen Unterschiede zur normalen Zahnarztbehandlung ist, dass hier ein Penis wachsen -und sich beim Höhepunkt der Behandlung auch ergießen darf, wenn er will.

Es kann verschiedene Gründe haben sich auf eine bizarre Zahnbehandlung einzulassen.

Angstpatienten im realen Leben finden die Möglichkeit ihre negativen Erlebnisse positiv zu überspielen. Horrorszenarien können in einem sicheren Rahmen nachgestellt werden und das Blatt der Erfahrungen wird neu geschrieben.

Das ist die Faszination und die Erotik von alltäglichen Klinikabläufen. Steril und doch so menschlich. Fürsorglich und schmerzhaft zugleich. Bedrohlich und ein bisschen geil. Der Dentalfetisch ist geboren

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Autor: Dominus-Berlin

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