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Gastdamen willkommen und Gastherren auch

von Johanna Weber

Berlin ist arm aber sexy - kein Paradies für Dominas?

Wir haben uns immer schwer getan mit Anfragen von Gastdamen, denn es war ja viel zu eng im LUX. Nun haben wir ja bald Platz in den neuen Räumen. Somit freuen wir uns über Besuch von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Städten.

Wirklich anlocken möchte ich jedoch niemanden, denn Berlin ist nicht das Schlaraffenland zum Geldverdienen in unserer Branche.
Das funktioniert in Bayern und Baden Württemberg besser.
Aber mittlerweile ist unser Studio so bekannt und gut eingelaufen, dass es auch für Gastdamen oder Gastherren interessant sein kann.
Besonders gut ist Berlin natürlich für diejenigen, die eh gerne in der Hauptstadt sind, weil man hier so gut in Fetischclubs gehen kann oder nette SM-Geschäfte zum Einkaufen hat oder, oder, oder…

Klar, Berlin ist immer eine Reise wert, aber ich hatte immer ein mulmiges Gefühl, wenn wir im LUX Mails von super motivierten jungen Gastdamen bekommen haben, die mit extrem professionellen Hochglanzfotos und gut durchdachten Werbetexten in Berlin das große Geld verdienen wollten.
Nein, das Geld liegt in dieser Stadt nicht auf der Straße. Zumindest nicht für unsere Branche.
Wie sagte unser Ex-Bürgermeister so schön? „Arm aber sexy“. Ja genau, das ist Berlin. Das erklärt auch den Sog, den diese Stadt auf junge Menschen aus aller Welt ausübt. Berlin verspricht Freiheit und Andersartigkeit. Man kann hier vermeintlich machen was man will und sein wie man will. Genau das machen auch viele junge Menschen aus aller Herren Länder. Und weil man ja eh schon alles anders machen will und extra dafür nach Berlin gekommen ist, kann man ja auch gleich Sexarbeit machen und auch noch das letzte Tabu brechen. Ja, die Hauptstadt bietet ein wahres Eldorado an independent Sexworkern. Das finde ich persönlich wunderbar, erschwert natürlich das Sexarbeiten für alle die neu dazukommen.

Außerdem gibt es in Berlin ja in jeder gefühlten Ecke eine frivole Bar, wo man sich privat erotisch ausleben kann. Ich muss nicht erwähnen, dass dies in den übrigen Städten Deutschland etwas anders ist.

Auch sind die Berliner so tolerant oder „iss mir egal“, dass man hier mit Latexanzug und Gasmaske auf dem Kopf in den Supermarkt zum Einkaufen gehen kann, ohne dass sich jemand dran stört. Das würde ich in München nicht ausprobieren wollen…. Der Bedarf, seine Fetische mit professioneller Unterstützung von Dominas auszuleben ist somit in Berlin geringer als in mancher katholischer Metropole.

Und ganz wichtig ist der zuerst genannte Punkt unseres Ex-Bürgermeisters: „Arm aber sexy“
Ja, die Menschen in Berlin haben ein wesentlich geringeres Gehalt als in vielen anderen Gegenden Deutschlands. Die Arbeitslosenquote ist hoch, und auch das brandenburgische Umland verzeichnet keine höheren Löhne.

Wie soll ich bei diesen ganzen Infos, guten Gewissens Gastdamen und -herren einladen?
Mittlerweile ist das LUX wirklich bekannt. Wir haben inzwischen etliche spontane Kunden, obwohl wir immer wieder überall publik machen, dass bei uns hauptsächlich auf Termin gearbeitet wird. Aber auch unsere Damen machen mittlerweile gerne Studiotage, wo sie auch spontane Kunden machen.
Und so traue ich mich nun einzuladen eine Prise vom LUX und vom Berlinflair zu nehmen.

Alle Bewerber*innen schicken bitte eine Mail, in der steht, wie und wo sie schon arbeiten, was sie anbieten und warum sie nach Berlin und ins LUX wollen.
Fotos oder Link zur Webseite wären auch toll.
Kompletten Neueinsteigern empfehlen wir zunächst den Besuch eines Domina-Workshops.
Klug ist es, beim ersten Besuch dies mindestens 4, besser 6 Wochen vorher anzufragen, denn es braucht ca. 1-2 Wochen für die Fertigstellung des Profils auf der Webseite und drei Wochen Werbevorlauf sollte schon sein.

Interessierte dürfen sich eine der drei Betreiberinnen aussuchen und diese anschreiben.

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Autorin: Johanna Weber

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