Mara Morgen

Sinnliche Dominanz und bizarres Forschen

TEAM

Alter: 35

Lieblingsaktivitäten in einer Session:
Flüstern, Analentjungferung, Petplay, Impactplay, Bondage.

Aktuelles Lieblingsspielzeug:
Meine Hände. Ich mag gerne den Körper greifen, festhalten, kneifen, bewegen, führen. Dies darf gerne auch kraftvoll und besitzergreifend sein - aber auch einfühlsam und sorgsam. Aktuell fasziniert mich einfach alles, womit man am Körper arbeitet. Peitschen, Rohrstöcke... Das ist für mich Körperarbeit und eine Nähe, die Vertrauen und Intensität bringt. Da ich gerne anale Spiele mag, ob für Anfänger oder leidenschaftliche Kenner, benutze ich auch gerne Strap-ons, arbeite mich aber auch gerne handwerklich in dich ein :-) Masken jeglicher Art sind für mich ästhetisch spannend, aber auch, um dich intensiv in deine Innenwelt zu entführen, während ich mich um deinen physischen Körper kümmere.

Was für eine Domina/ Bizarrlady bist du?
Ich bin keine klassische Domina. Meine Sessions bewegen sich innerhalb eines weiten Spektrums: Einerseits liebe ich es, Körperarbeit, Massage, Bondage, tantrische und BDSM-Elemente zu verbinden und damit in sehr direktem Körperkontakt dein Sein zu erforschen. Andererseits mag ich ebenso groteskes Rollenspiel, strenge und durchgreifende Härte und das übliche BDSM-Setting. Und auch wenn du bestimmte Praktiken erst einmal in sicherem Rahmen ausprobieren und dich darüber austauschen möchtest, selbst etwas erlernen willst oder ganz persönliche Fragen hast, hat das Platz in einer experimentellen Coachingsession.

Ich lasse mich gerne auf den Moment und mein Gegenüber ein und von dort aus, wohin das Spiel mich treibt und was es braucht, um Spannung und verbindende Präsenz zu schaffen. Körperlichkeit kann dabei ein Mittel sein, die Abwesenheit von Körperlichkeit aber auch. Ich liebe das erotische Spiel, wobei das Maß an Intimität ganz meiner Laune überlassen bleibt.

Ich will deine Lust als auch Angst und Scham hervorlocken und damit spielen. Du bist für mich kein Sklave, sondern ein Gegenüber im grenzwertigen Spiel. Zwang, Erniedrigung und Bestrafung im engen Sinne sind nicht meine Interessensgebiete. Herausforderung, Demut und Schmerzenslust dagegen sehr. Die tiefe Bedeutung des Schmerzes wird in vielen Kulturen geehrt und rituell ein Raum geschaffen, um ihn zu erfahren und zu integrieren. So will auch ich Körper und Geist ansprechen. Schmerzliebhaber oder solche, die die Qualität des Schmerzes kennenlernen und die Verbindung mit ihrer Lust erforschen wollen, sind mir herzlich willkommen.

Ich bringe eine langjährige Erfahrung als leidenschaftliche Passive mit. Mit der Zeit habe ich die dem zugrundeliegende Kraft auch in das dominante Spiel überführt. Mein Interesse hat sich vor allem professionell dahin verlagert, dass ich Körper und Lust meines Gegenübers erforschen und das Geschehen gestalten will. Abhängig von meinem Gegenüber löse ich gerne auch die Grenzen zwischen Aktiv und Passiv auf, switche gerne, um eine ganz persönliche Dynamik entstehen zu lassen. Ich mag fließende Übergänge, ehrliche Begegnungen und tiefe Einblicke.

Als Passive kann ich sehr belastbar sein, wenn jemand die entsprechende Erfahrung mitbringt. Bondage ist dabei meine Leidenschaft und auch Impactplay beispielsweise mit Peitschen mag ich sehr. Da ich die passive Seite gut kenne, weiß ich um die Qualität eines intensiven Spiels. Lass mich dich führen...

Was ist Dominanz/ Submission für dich?
Ich verstehe Dominanz grundsätzlich als Führung und Verantwortungsbewusstsein, die ich meinem Gegenüber schenke. Beide Seiten sind für mich jedoch sehr kraftvoll. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie vermeintliche Schwäche als Stärke und Schmerz als energetische Erfahrung und Hingabe erlebt werden können. Genauso will ich mein Gegenüber dabei führen, die eigenen Grenzen zu erkunden, sie lustvoll zu erweitern und neue Horizonte zu entdecken.

BDSM bedeutet für mich dominat-devote Erfahrungswelten, Schmerzensräume und phantastisch-sinnliche Reisen. Auf diesem Spielplatz unserer Träume lässt sich Sexualität und damit auch unser ganzes Sein neu und variantenreich entdecken und vertiefen und ein Platz finden für all die Tabus, Widersprüche und Zweifel, deren Schönheit und lustvolle Kraft sonst unbeachtet bleiben.  

Was liebst du an SM?
Unsere Begegnungen leben von wacher Sinnlichkeit. BDSM ist für mich Intensität und lustvolle Intimität. Sex und BDSM werden zum Erlebnis oder gar zur horizonterweiternden Erfahrung, wenn man bereit ist, sich tief fallen zu lassen. Wir treten für eine Zeit aus unserem funktionalen Alltags-Ich heraus, um uns ganz dem Spüren, dem Folgen und Führen zu überlassen.
Das Thema Schmerz ist für mich sehr elementar. Er ist erregend, befreiend, offenbarend und vor allem kraftvoll. Nicht jeder Schmerz wird in jeder Situation als lustvoll empfunden. Das gilt es herauszufinden und damit lässt sich arbeiten. Wie man mit Schmerz umgeht, verrät viel darüber, wie man auch mit anderen Herausforderungen und sich selbst umgeht. Körper, Kopf und Herz spielen da faszinierend zusammen, erschwerend oder eben unterstützend.
Dominanz und Submission, Führung und Hingabe, der Tanz von Anziehung und Entzug, Rollenerkundung und Auflösung der Gewissheiten sind für mich selbstverständlicher Teil meiner Sexualität und meiner Lebensphilosophie.


Wie hast du angefangen mit dieser Profession/ was hat sich seither verändert?
Ich habe als Sub-Escort angefangen, das entsprach meiner privaten Neigung und meiner Neugierde. Diese Leidenschaft ist immer noch da, aber inzwischen kommt mit verschiedenen Erfahrungen und Einflüssen meine aktive Seite stärker in den Vordergrund. Vom Sub zum Wechselspiel. Es ist ein intuitives Spiel geworden, was mittlerweile gar nicht mehr einzuordnen ist. Und ich will es auch nicht mehr einordnen. In unserer Gesellschaft lebt man ja gerne in festen Rollenbildern. Aber das lähmt und beschränkt die Freiheit, die Kreativität und die Lust. Ich will mich auf mein Gegenüber einlassen, und das gibt die Richtung des Spiels vor.