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Cashslavery - ein Rollenspiel

von

Der besondere sexuelle Reiz des „monetären Bondage“

Mein Herz schlug höher als ich vorsichtig durch die verzwickten Höfe der mir unbekannten Adresse schlich, hoffend, dass ich noch unbekannt war. Es war noch recht kühl für die Jahreszeit, und ich fror ein bisschen. Links und rechts sah ich diverse Pforten und Eingänge, bis ganz hinten eine geheimnisvolle kleine Tür auftauchte. „Studio Lux“ stand da diskret. Wie im Kino. Was wohl dahinter war? Ich zitterte vor Antizipation. In meiner Tasche brannte es auch: da mein Herr mir befohlen hatte, eine hohe Summe Bargeld in meinem Portemonnaie mitzuführen, war ich in dieser nächtlichen Szene etwas nervös.

Dabei hatte das alles recht klein angefangen. Mehr als ein Jahr war es nun her, dass ich eine kardinale Regel der sexuellen Vernunft missachtet hatte, und mich auf ein kleines Verhältnis mit jemandem aus meinem (weiteren) beruflichen Umkreis eingelassen. Master Andre war ein sehr kompetenter und freundlicher Kollege, aber auch gut gebaut und attraktiv, mit einer einzigartig sicheren Ausstrahlung. So konnte ich die Versuchung nicht widerstehen, eine gebotene Chance zu nutzen, ihm mein sexuelles Interesse offen zu zeigen.

In unserer darauffolgenden Begegnung wurde auch schnell klar, dass wir beide auch auf BDSM standen: ich als Untergebener, er ganz sicher als Meister. So ergänzte sich das perfekt. In unserer ersten wirklich geilen Session ließ ich es sogar zu, dass Fotos von mir im Sklavendienst gemacht werden. So wohl fühlte ich mich dabei, dass ich auch noch leichtsinnig erzählte, dass ich schon immer eine sexuelle Erpressungsfantasie hatte, und mich nach solchen Machtspielen sehnte.

Die Quittung kam prompt. Nur wenige Tage nach dieser Session erhielt ich von Master Andre eine recht grob formulierte email, mit drei Anhängen.

Erstens schickte er mir die peinlichen Bilder zu,
wo mein Gesicht allzu deutlich zu erkennen war.

Zweitens hatte er bereits meine gesamten XING Kontakte online gespeichert, womit mein gesamtes berufliches Netzwerk für ihn vertraut und per email leicht erreichbar war. Und drittens fand ich eine Geldforderung vor, die ich sofort beglich. Die Fantasie war Wirklichkeit geworden, und ich war nun fest in der Hand vom sadistischen Cash Master Andre. Dass mein Geschlechtsteil bei der Zahlung des geforderten Betrages wie eine Eins stand, machte die Sache noch viel erniedrigender.

In den darauf folgenden Monaten folgten regelmäßige weitere Treffen, immer anders konzipiert, und stets sexuell aufregend, aber immer mit Erniedrigung, Geldbeutelinspektion, ausgiebigem Fotografieren und anschließendem Cashrape per email. Auch musste ich Master Andre mit „Sie“ ansprechen, wöchentliche Berichte abgeben über mein Sexualleben und mich öffentlich als offizieller Sklave von Master Andre in Deutschlands wichtigste einschlägige Webseite kennzeichnen. Ich beugte mich Allem, nicht nur wegen der fortschreitenden Erpressung, sondern auch als Zeichen meines wachsenden Respekts und meiner Zuneigung für meinen neuen Herrn.

Nun sollte die Sache aber abermals vertieft werden. In diesem monatlichen Treffen war ich zum ersten Mal ins „Studio Lux“ bestellt. Ich wusste zwar, dass Master Andre da oft residierte, aber was mich da genau erwartete, war ein Geheimnis. Daher die grosse Spannung, als ich vor der geheimnisvollen Tür stand.

Die Tür ging auf. Vor mir stand mein Herr, in vollem Leder, ein Bild von einem Mann. Ganz instinktiv ging ich auf die Knie und leckte untertänig die Stiefel. Der Dominus.Berlin also Master Andre führte meinen Kopf nach oben und spuckte mir genussvoll voll ins Gesicht. Dann musste ich hinter ihm her kriechen, in ein plüschiges Boudoir, ganz im bürgerlichen Wohnzimmerstil.

Dann wurde ich in einen Raum geführt, der rauher wirkte. Der Fußboden war glatt und kalt. Mein Herr passte mit seinem Lederdsachen richtig gut in diesen Raum. Alles richtig pervers.

In diesem Zimmer fand dann die traditionelle „Wallet Inspection“ statt. Ich musste meinen Geldbeutel hergeben und zuschauen, wie das viele Geld entrichtet wurde. Anschliessend wurden alle Kreditkarten inspiziert – Fotos von Diesen hatte Master Andre längst. Anschliessend musste ich zuschauen, wie sie durch die Luft flogen und ich aufgefordert wurde, sie einzusammeln. So wurde nicht nur mein Geld abgezockt, sondern auch eindrucksvoll in meine Privatsphäre eingedrungen. Aber mein Penis stand.

Und nun ging es zum Hauptteil des Abendprogramms: ich musste in die Mitte des Raumes kriechen und mich nackt ausziehen. Als ich mich dann so hinkniete sah ich, eigentlich zu spät, die laufende Webcam: da war eine kopflose Gestalt zu erkennen, nackt, onanierend. Ich hatte einen virtuellen Zuschauer.

„So, Doktorchen, dann erzähle mal, was man alles mit Dir machen kann“. Ich war stumm vor Angst, denn dieser Zuschauer konnte mich wohl nicht aus meiner Zwickmühle befreien. Im Gegenteil, er wollte sich daran aufgeilen! Und diese Erniedrigung wollte und konnte ich nicht über mich gehen lassen. Es war schlimm genug, wozu ich alles bei Master Andre gezwungen wurde, aber jetzt sollten das auch noch Andere erfahren? Wusste der Dritte auch, warum ich das alles machen muss?

Auf dem Bildschirm vor mir flackerte ein Text. „Lies vor, Doktorchen“ brummte es hinter mir. „Ich bin ein Cashslave, und werde es immer bleiben“ stand da. „Auch lutsche ich alle Schwänze, die mir Master Andre befiehlt“. Ich konnte nicht fassen, was da stand. „Wollen Sie das sehen?“ Und schon war ein Filmchen eingeblendet, worin zu sehen war, wie ich in der Lederkneipe gezwungen wurde, einen grossen dunkelhäutigen Mann zu bedienen. Und der „Gast“ geilte sich sichtbar daran auf.

„Ich kann nicht mehr“ dachte ich, und drehte mich flehend meinem Herrn zu. Und dann sah ich die Rückwand des Studios. Da drehte sich, in einem ominösen Fliessband, eine Projektion aller meiner XING Kontakte. Er hatte alles gespeichert. Die Erpressung war wirklich keine Fantasie mehr. Ich war gefangen.

So machte ich weiter, eine unendlich lange Zeit, bis der „Gast“ schliesslich abspritzte, sichtlich vergnügt. Erst dann wurde mir die fiese Methode des Master Andre klar: Auch von diesem Mann, wohl ein Escort Kunde, liess er sich bezahlen, also zusätzlich zum Geld, was mir bereits abgezockt wurde. Double cash rape. Und ich war das Entertainment.

Endlich, endlich, wurde die Kamera ausgemacht. Dann durfte ich mich anziehen, musste aber wie immer die traditionelle letzte Erniedrigung über mich gehen lassen: Master Andre öffnete meinen Hosenstall und pisste genüsslich hinein. Ich küsste nochmals beide Stiefel und stolperte zur Tür.

Danach

Nun wieder sicher auf der Strasse grub ich verzweifelt meine versteckte Fahrkarte hervor und wischte mir nochmals vergebens mit einem Taschentuch ins verdreckte Gesicht bevor ich in die U-Bahn stieg. Vorsichtig, naiv optimistisch schaute ich auch in meinen Portemonnaie: das komplette Geld war natürlich weg, alles entwendet. Ich saß nun ohne Geld im Zug, mit der Pisse und dem Samen meines Peinigers noch im Gesicht und in den Haaren. Auch hatte ich selber keinen Orgasmus haben dürfen.

Aber ich war sehr zufrieden.

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Autor: Dominus-Berlin

 

Anmerkung der drei LUX Betreiberinnen:

"Wir freuen uns über die vielen Diskussionen, die dieser Blogbeitrag ausgelöst hat.
Zum besseren Verständnis fügen wir hinzu, dass der Beitrag tatsächlich vom Kunden selber geschrieben wurde.
Es handelt sich dabei um keine echte Erpressung, sondern um ein perfekt eingefädeltes Spiel, welches den Phantasien des Kunden allumfänglich entspricht.

Das Wort Moneyslavery transportiert in der Regel einen sehr negativen Beigeschmack.
Wir wollen durch die Veröffentlichung dieses Beitrages aufzeigen, dass es auch möglich ist, diese Phantasie umzusetzen, ohne die Kunden in eine echte Ausbeutungssituation zu bringen."

 

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