Johanna Weber

Berührbare Dominanz mit Intelligenz

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Alter: 49

Motto: berührbare Dominanz mit Intelligenz

Fünf Lieblingsaktivitäten in einer Session:
Facesitting. Tease&Denial, Rollenspiele, Zwangsentsamungsspiele, Paare oder Frauen als Kunden

Aktuelles Lieblingsspielzeug:
Der neue Ganzkörper-Ledersack von McHurt. Seit Jahren träume ich davon, und nun ist er endlich gekauft.
Es ist nicht nur das herrlich weiche, wohlriechende Leder, was mich begeistert, sondern die vielen Spielmöglichkeiten. Es fühlt sich wunderschön an, wenn man in diesem engen Sack eingepackt ist. Geborgen und doch ausgeliefert. Ja, ich habe es natürlich ausprobiert, wie es sich drin liegt. Herrlich!
Aber üblicherweise stehe ich ja eher daneben und packe jemanden in den Sack und zurre ihn mit den neun Guten fest zusammen. Dabei kann man sich auch genüsslich Zeit lassen. Netterweise hat der Sack an den passenden Stellen Reißverschlüsse...

Was für eine Domina/ Bizarrlady bist du?
Was macht dich dabei aus?
Bei mir darf man alles, was einem sonst der Anstand, die Moral oder sonstwer verbietet.
Ich bin allerdings weder eine klassische Domina noch eine Sadistin. Ich bin Führungspersönlichkeit und leidenschaftliches Spielkind. Meine Leidenschaft geht dabei ins Unkonventionelle, Perverse und auch Lustvolle.
Schmerz tritt für mich nicht als Qual, sondern als lustvolles Element auf.
Ich sehe mich dabei als Erfüllungsgehilfin und gestalte eine schöne Zeit für meinen Spielpartner. Und genau das macht mich dann auch an.
Ich kitzle gerne heraus wo die „Knackpunkte“ sind. Das ist natürlich bei jedem Menschen anders. Und genau das ist die Herausforderung für mich, denn viele wissen ja selber gar nicht, auf was sie besonders reagieren.

Was ist Dominanz für dich?
Meine Dominanz hat für mich etwas Selbstverständliches und Akzeptierendes. Dass ich den Ton angebe ist klar und muss nicht durch Geschrei oder Gehabe manifestiert werden. Ich mag sogar Sessions auf Augenhöhe. Dsbei habe ich nie das Gefühl, meine Führungsrolle zu verlieren.
Für mich spielt weder das Alter noch das Aussehen des Gegenübers eine Rolle, nur das Spiel ist wichtig. Und ich spüre ich schon recht schnell beim ersten Kontakt am Telefon oder in Mails, ob ich mit den Phantasien etwas anfangen kann. Selten finde ich gar keinen Zugang, sondern zumeist formt sich schon bei den ersten Sätzen ein wages Bild in meinem Kopf. Ich muss spüren, in welche Richtung das Spiel gehen kann, dann wird es auch eine gute Session.
Dominanz heißt für mich auch Aktivität, denn ich gehöre zu den handelnden Dominas. Das heißt, dass ich fast die ganze Zeit etwas tue und mein Spielpartner gibt sich mir hin. Zwischen Hingabe und sich ausliefern ist ja nur ein kleiner Schritt....

Was liebst du an SM?
Das Spiel. Es gibt so viele erotische Punkte oder Dinge die einen reizen, dass ich mittlerweile wirklich sagen muss, der normale Sex ist langweilig für mich geworden.
Es macht mich an, wenn ich im SM-Spiel merke: „Jetzt, hab ich ihn!“ oder „Jetzt gehört er mir!“ Diesen Punkt will ich finden. Das ist ein ungeheurerer Energieschub auch für mich.
Jede Session ist anders. Und das ist spannend.
Vielleicht ist es auch der Tabubruch beim SM, der mich anzieht. Ich denke, dass jeder Mensch Phantasien hat und auch erotisierbar ist über den üblichen Bereich hinaus. In unserer Gesellschaft hat dies aber immer noch keinen Platz.

Wie hast du angefangen mit dieser Profession/ was hat sich seither verändert?
Ich denke, ich habe einen Rotlichtfetisch. Dieser führte mich während meines Studium in Hamburg immer wieder auf die Reeperbahn. Und ich wußte, dass ich DAS auch Mal machen will. Es war irgend so ein ganz besonderer Reiz, der mich fasziniert hat und immer noch magisch anzieht. Mein Studium finanzierte ich mir dann mit Escort und später mit Wohnungsprostituion.
Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass SO WAS mein Beruf sein könnte. Und ich versackte nach dem Studium in der Marketing-Industrie. Versacken ist nicht das richtige Wort, denn im Grunde stieg ich die Leiter immer weiter hoch. Doch ich fühlte mich immer mehr wie eine Sklavin des Firmen-Corporate-Identitys. Ich wollte raus und erinnerte mich an die guten alten Zeiten, wo ich angeschafft habe.
Und ich habe mich getraut. Ich habe meinen vermeintlichen Bombenjob aufgegeben und bin wieder ins Rotlicht eingetaucht. Schnell war mir klar, dass ich reifer und lustvoller geworden bin und meine Führungskompetenz und Dominanz nicht nur privat, sondern auch mit meinen Kunden ausleben will. Wenn ich zurückblicke, so hat es wohl zwei bis drei Jahre gedauert, bis ich meine ganz persönliche dominante Linie gefunden habe. Klar und direkt, spielerisch und lustvoll. Ich stehe jetzt ungeniert zu meiner Berührbarkeit und lebe das auch. Für mich stehen Erotik und Dominanz nicht im Widerspruch, sondern gehören in meinen Sessions zusammen.
Meine Entscheidung, die Sexarbeit zu meinem Beruf zu machen habe ich nie bereut!
Frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.